Bubraum #31: Oh My God

Es gibt einen Gott. Der immer bei Skoda-Premieren dabei ist. So wie der Bubraum. Also einmal. Damals wollten wir wissen, wie sich der Kodiaq fährt. Wissen wir jetzt. Formidabel. Wäre da nicht der siebente Tag. Der Tag des Herrn. Und die Zeit der Bewährung.

Ich war ja einer der ersten Menschen aus Österreich, die den großen Wagen überhaupt gesehen haben. Gott könnte das bezeugen, hätte er gewusst, dass ich damals in Berlin, der Stadt mit dem Bären im Wappen, dabei war. Doch Gott hat am 14. Juli seinen 78.Geburtstag gefeiert, man kann ja nicht verlangen, dass er sich mit dem Bubraum auskennt. Noch dazu gab es den Bubraum damals in Berlin noch gar nicht. Nun, es gab ihn schon, als Idee gibt es ihn schon seit Jahrtausenden. Nur als Blog halt nicht. Doch auch wenn Gott nichts davon weiß, gibt es trotzdem Zeugnis davon, dass ich einer der ersten Menschen aus Österreich war, der den großen Škoda-SUV namens Kodiaq als erstes gesehen hatte. Denn ich war damals für ein Medium unterwegs, das dem Konzept des Bubraums ja auch sehr nahe steht, wenngleich in ein er um vieles kostspieligeren Form. Ich war für den „Motorblock“ in Berlin, die Internetplattform des Wiener-Verlages („Alles für Er“), die sich meistens sehr ernsthaft dem Brummbrumm widmet. Meine Geschichte über die exklusive Weltpremiere des Škoda Kodiaq im Herbst 2016 heißt „Fanget das Designerlicht“. Damit wird klar, welcher Gott das Event mit seiner Anwesenheit gebenedeit hat. Bitte hier nachzulesen. Der Text ist mir net so schlecht gelungen. Und es gibt Fotos von Gott.

Wer den Text genau liest, stößt auf folgende Passage: „Wir waren weiß Gott ja nicht umsonst in Berlin. Sondern um vor Gott und den Menschen bezeugen zu können, dass die tschechische VW-Tochter wieder einmal ein ziemlich famoses Auto auf die Spur gebracht haben dürfte. Ob man uns einen Bären aufgebunden hat, werden die ersten Fahrtests in freie Wildbahn im kommenden Jahr zeigen. “ Jetzt wäre es soweit gewesen. Wir hätten ihn in den Fängen. Den Skoda Kodiaq. Meine Buben haben ihn ja schon beim Eisenstädter Autofrühlung bekraxelt und gefordert, ich solle den sofort kaufen. „Ich hab kein Geld dafür“, habe ich wahrheitsgemäß geantwortet, und: „Aber ich werde schauen, dass ich ihn als Testauto bekomme.“ Dank der Kollegin Angerer und dem Kollegen Hackl von Porsche Austria stehe ich vor meinen Buben jetzt wieder mal als der Held da. Versprochen. Gehalten.

„Hier ist der Kodiaq, meine Söhne. Cool?“
„Jaja. Kann man im Kofferraum sitzen?“
„Äh, nein, das ist leider nur der Fünfsitz….“
„Unfaaaaiiiir!!!!“

Sic transit gloria genitoris.

In a nutshell: Der Kodiaq schaut schlichtweg großartig aus, hat vor allem auf der Rücksitzbank wirklich viel Platz. Die Straßenlage ist ein Traum. Leider knistert und knastert das Plastik des Türgriffs a bissl. Das sollten sie aber noch in Griff bekommen, die VWler beziehungsweise die Skodas. Denn die Tschechen machen derzeit nicht viel falsch. Kein Wunder, dass Skoda heuer bisher nach der Marke VW und nach Opel die Marke mit den drittmeisten Neuzulassungen in Österreich ist. Im Halbjahr haben sie weltweit mehr abgesetzt als jemals zuvor in den ersten sechs Monaten eines Jahre. Die haben einen Lauf.

Ich bin mit dem Skoda sechs Tage lang brav auf den Straßen Wiens, des nördlichen Burgenlandes, Niederösterreichs gefahren. Schön war das. Gemütlich. Tolles Reiseauto. Der Günti vom Café 21, der Häuptling, hat sich einmal auf die Rücksitzbank gesetzt. Der is deutlich über 1,80 und war beeindruckt. „Oida“, hat er gesagt. Das heißt was.

Der Häuptling, der Co-Chef des Café 21 in Wulkaprodersdorf, ist mein verlässlicher Test-Kumpan.

Der Utility-Wert des großen Wagens ist gewaltig. Ich habe Kinder transportiert, Einkäufe, Pflanzen und Fahrräder. Ich habe einen Skoda Superb, den Kombi, als Privatauto, die erste Generation. Der ist auch ein Raumwunder, sowohl was den Kofferraum betrifft, wie auch den Platz auf der Rücksitzbank. Der Kodiaq kommt da nicht ganz ran, aber fast. Aber: Man muss eben auch bauartbedingte Besonderheiten akzeptieren. Beim Einladen in den Kofferraum gibt es beispielsweise keine ebene von der Ladekante hinein, sondern eben eine Stufe.

Ladekante, und dann geht es abwärts.

Utility-Schmutility. Damit kann man schon umgehen.

Der Kodiaq ist wahrscheinlich die erste Stufe zu einem völlig neuem SUV-VErständnis der tschechischen Marke aus dem Hause VW. Als nächstes haben sie ja den Karoq vorgestellt, der noch etwas kasteligen Yeti ablösen wird. Beim Kodiaq gehen sie mit Kampfpreisen (vor allem gegen Hyundai und Kia) in den Markt, der billigste kostet laut Liste keine 27 Tausender. Der hat aber auch keinen Allrad. In der Variante, wie ihn der Bubraum getestet hatte, also mit 150-PS-Dieselmotor, 7-Gang-DSG-Automatik und in der Ausstattungsvariante Style kommt das schon auf knapp 43 Tausender. Und für das nette Alcantaraleder auf den Sitzen und die hübsche Lackierung legst du dann noch gut zwei Tausender drauf. Aber dann ist er  volle der Luxus, wie mein alter Reisekumpan Martin immer gesagt hat.

Luxus-Schmuxus. Es kam der siebente Tag.

Gott weiß von nichts. Sonst auch niemand.

Ich  habe die Stadtpflanze einmal kurz ins Gemüse gelenkt. Ich verrate nicht, wohin genau.

Hier aber die Fotos vom Ausflug.

Man beachte den dramatischen Himmel über dem Nordburgenland.

Ob nicht Gott doch ….?

Dann sind wir auch den berühmten Hohlweg gefahren, vor dem SUV-FahrerInnen klassischerweise mindestens einmal in ihrem Leben stehen. Es ist der Moment der Bestätigung, die Zeit der Rechtfertigung, der Punkt der Erprobung: Wie geländegängig ist das Trumm tatsächlich. Schaffen wir es da rauf? Und wenn, nicht, wer rettet uns? Gott?

 

 

 

Wir sind ohne irgendwelche Probleme raufgekommen. Wir haben den Offroadmodus eingeschaltet – Antiblockiersystem und Anti-Schlupfregelung lassen etwas mehr  zu; das elektronische Sperrdifferential ist agiler– und wir sind langsam, aber souverän durch den nassen Hohlweg auf den Hügel. Ein weiteres Kapitel des Heldenepos ist geschrieben.

Oben ging es gemütlich weiter über einen Grasweg vor dramatischen Wolkenmalerereien.

Schließlich haben wir den Weg zurück ins Dorf gefunden. Gott sei Dank.

 

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